Nehmen wir den Amazonas als Erklärungsmodell
Weiß, schwarz, klar – in Amazonien treffen überall unterschiedliche Gewässertypen aufeinander.
- Weißwasser-Flüsse sind sind Kalk- und Mineralreich, sie liefern Nährstoffe für die Pflanzen.
- In Schwarzwasser-Flüssen gibt es nur wenige Fische. Für Pflanzen gibt es keine Nährstoffe.
- Klarwasser-Flüsse sind fast so rein wie destilliertes Wasser, oder wie das Quellwasser in den Bergen. Die Klarwasser-Flüsse Brasiliens sind Fischreich und bis in die Tiefe klar. Es ist Trinkwasser für Mensch und Tier.
(planet-wissen.de/kultur/suedamerika/amazonien)
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Der Amzonas entwässert den größten Teil von Südamerika. In den 1970er Jahren wurde die Gesamtlänge noch mit 6.400km angegeben. Mithilfe moderner Satellitentechnik wurde die Länge 2007 auf 6.992 km korrigiert. Der Amazonas wäre damit auch der längste Fluss der Welt. (Am Nil wird z.Z. aber auch nachgemessen!) Der Amazonas bringt 80 mal mehr Süßwasser ins Meer als der Nil. Damit ist er zumindest der größte Fluss der Erde. https://de.wikipedia.org/wiki/Amazonas Die am weitesten von der Mündung entfernte Quelle des Amazonas befindet sich in 5170 Meter Höhe in den peruanischen Anden, inmitten eis- und schneebedeckter Gipfel. Das Gletschereis hat eine Temperatur an der Oberfläche von -20°C. |
Bildquelle: Kmusser, Amazonriverbasin basemap, CC BY-SA 3.0 |
Die am weitesten von der Mündung entfernte Quelle des Amazonas befindet sich in 5170 Meter Höhe in den peruanischen Anden, inmitten eis- und schneebedeckter Gipfel.
Das Gletschereis hat eine Temperatur an der Oberfläche von -20°C.
https://es.wikipedia.org/wiki/Cordillera_Chila
Das natürliche Wasser aus dieser Quelle entspringt schmelzendem Permafrost. Dieses Quellwasser ist rein, frei von Mineralien und anderer Kontaminierung.
Der PH-Wert liegt zunächst bei 7. in Berührung mit Luft sinkt dieser Wert rasch ab.
Auf seinem Weg zum Atlantik (6.992 km) nimmt der Amazonas vieles mit, das verändert natürlich auch die Wasserqualität. Aber selbst an der Mündung liegt der Leitwert unter 150 µS (100ppm).
An der Mündung hat der Amazonas eine hellbraune Färbung, die von der Sedimentfracht herrührt, die insbesondere aus den in den Anden liegenden Quellflüssen eingetragen wird. 90 Prozent der Sedimente, die der Amazonas mitführt, werden durch den Madeira, den Ucayali und den Marañón eingetragen. Diese Flüsse werden als Weißwasserflüsse bezeichnet.
Einige der Flüsse mit durchsichtigem Wasser erscheinen durch die in ihnen gelösten Huminsäuren dunkelbraun wie der Rio Negro. Sie werden Schwarzwasserflüsse genannt.
Andere Zuflüsse kommen aus kristallinen Gebieten mit geringer Sedimentfracht, z. B. der Rio Tapajós oder der Rio Xingu. Sie werden Klarwasserflüsse genannt.
https://www.jbl.de/de/expeditionen-2009-brasilien/detail/9/expedition-2009-brasilien?page_id=4999
Wie in Amazonien gibt es auf der ganzen Welt Klarwasser-Flüsse, im Himalaya, in Afrika, in den Alpen, hier bei uns in den Cevennen usw.
Die Reinheit dieses Wassers ist mit den Klarwasserflüssen der Alpen vergleichbar. Die reinsten Klarwasserflüsse findet man allerdings in unberührten Himalaya-Regionen.
Leitwerte - Amazonas und Nebenflüsse
|
ppm |
µS |
pH-Wert |
Temp. |
Sauerstoff |
|
Quelle Nevado Quehuisha |
KW |
0 |
0 |
7 |
4°C |
|
Rio Jauaperi |
KW |
5 |
8 |
4,5 |
26°C |
|
Rio Negro |
SW |
10 |
16 |
4,5 |
29°C |
72,4 |
Rio Branco |
WW |
12 |
19 |
6,5 |
30°C |
60% |
Rio Xingu |
KW |
13 |
20 |
6,3 |
30°C |
|
Rio Tapajos |
KW |
23 |
35 |
5,8 |
27°C |
|
Rio Solimões |
WW |
55 |
83 |
6,5 |
28°C |
49% |
Amazonas-Mündung |
100 |
150 |
||||
|
||||||
zum Vergleich |
||||||
Lauretana* |
7 |
10 |
||||
Plose* |
22 |
32 |
||||
Baraton Quelle** |
17 |
26 |
||||
Baraton Staudamm** |
23 |
35 |
||||
Gardon du Mialet*** |
37 |
56 |
||||
L'Homol*** |
16 |
24 |
||||
Cascade de rûnes*** |
10 |
15 |
Flaschenwasser (Klarwasserquellen) aus den Alpen *
Baraton in Kenia (Klarwasserflüsse und Quellen) eigene Messung **
Cevennen (Klarwasserflüsse) eigene Messung ***
Die meisten Flüsse in den Cevennen sind Klarwasser-Flüsse. In den Bergen ist der Leitwert niedrig, Richtung Mündung steigen die Werte immer weiter an.
Chemisch reines Wasser hat einen pH-Wert von 7 und gilt somit als neutral. Das bleibt aber nicht so, sobald das Wasser mit der Luft und / oder anderen Stoffen in Berührung kommt verändern sich die Werte.
Die Römer wussten nichts von pH-Wert oder Redoxpotenzial, sie wollten einfach nur reines Wasser trinken!